Schichtwechsel oder ein Tag im Museum

Schichtwechsel oder ein Tag im Museum

Bald ist es soweit, Ende 2018 schließt die letzte Zeche im Revier. Dieses bedeutsame Ereignis ist jetzt schon in aller Munde und in allen Medien zu finden. Auch das Deutsche Fussballmuseum in Dortmund nahm sich dieses Thema an und schuf eine Ausstellung in der Gesamtausstellung. Bergbau und der Fussball gehören im Revier einfach zusammen. Facettenreich will uns die Ausstellung diese Verknüpfung aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln darstellen. Meilensteine der unterschiedlichsten Art werden uns in vielfältiger Weise vorgestellt. In 11 unterschiedlichen Stationen werden die Verknüpfungen von Bergbau und Fussball aufgezeigt. Es beginnt mit dem legendären Helmut Rahn und endet unter Punkt 11 mit zwei Kutten der „Bochumer Jungen“. Dazwischen war und ist jede Menge zu bestaunen.

Der Fan-Club war hocherfreut der Einladung des Deutschen Fussballmuseums zur Besichtigung des Gesamtmuseums und natürlich der Sonderausstellung „Schichtwechsel“ gefolgt. So machten sich am 16.06.2018 21 BO-JU’s auf den Weg nach DO.

Pünktlich um 10:00 Uhr betrat man die „heiligen Hallen“ und wurden dort auch schon von unserem Gastgeber in Empfang genommen . Kein geringerer als der VfL’er Henry Wahlig war es, der uns während der nächsten Stunden betreute und in bekannt sachkundiger Manier durch die Ausstellung führte.

Manch einer wird jetzt sagen:“ Henry Wahlig, Henry Wahlig ? Da war doch was!?“ Richtig, Henry ist der Verfasser des schon legendären Buches ‚Anne Castroper‘. Ein Jahrhundert Fussball mitten in Bochum, 100 Jahre Fussball an der Castroper Straße.

Henry führte uns also durch die Welt des Ruhrgebietsfussballs, wusste interressante Anekdoten zu einzelnen Revierkickern, erinnerte an das Schicksal jüdischer Fussballspieler während des III. Reiches, zeigte die Schwierigkeiten und Vorurteile auf, mit denen der Frauenfussball lange Zeit zu kämpfen hatte,und,und,und…

Es war einfach sehr viel, was man sehen und betrachten konnte. Zu hören gab es allerdings auch etwas. Im Tonstudio gab es viel Gelächter, als man noch einmal die Gesangsversuche ehemaliger deutscher Fussballnationalmannschaften erleben durfte. Udo Jürgens oder auch Peter Alexander gaben zwar ihr bestes, konnten aber nicht alles schlechte kompensieren.

Dann kam eine gewisse Unruhe auf. Die Luft wurde immer trockener. Gehen und reden verlangsamte sich. Es wurde Zeit. BO-JU’s wären nicht BO-JU’s wenn man in Zeiten der Not nicht eine Lösung finden würden. Kundschafter taten im Obergeschoss des Museums eine Oase auf, wo man sich zwar nicht mit dem Heimatgetränk doch mit einer kühlen Nettigkeit aus der Eifel erfrischen konnte.

Gestärkt ging es dann zu den Pokalen und Trophäen der Nationalmannschaft und der Vereine. Man kam dann abschließend auch in den Fan Bereich, wo man noch einmal die ausgestellten Kutten von Roger und Martin S. bewundern konnte.

Man hätte noch soviel sehen können aber, es war ja auch WM Zeit. In der Ruhezone der Kantine konnte man in Liegestühlen oder auch an Stehbiertischen die Spiele betrachten. Es lief das Spiel Frankreich gegen Australien, als ein weiterer Höhepunkt unserer Besichtigungstour stattfand. In diesem passenden Gesamtrahmen fand die Verlosung unserer Dauerkarte für die Saison 2018/2019 statt. Henry spielte die Glücksfee und machte vor allem unsere Sabine ganz glücklich. Von hier aus auch noch einmal herzlichen Glückwunsch zum Gewinn der DK. Es bleibt also dabei: noch nie hat jemand schon 2 x die Dauerkarte gewonnen. Super!

Dann war Schluß und man machte sich, den Kopf voll mit Eindrücken, auf den Heimweg. Allgemeiner Tenor war: das war Klasse und da will ich noch einmal hin. Es war einfach alles zuviel und man hatte ja noch einiges zu sehen.

Unser Dank geht an das Deutsche Fussballmuseum und vor allem an unseren Henry. Es war ein schöner Tag.

Anmerkung: Die Ausstellung ‚Schichtwechsel‘ läuft noch bis zum 23.12.2018.

Bis zur neuen Saison alles Gute und schöne Sommertage wünscht

Lobo

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